Bericht und Fotos: Barbara Rosner
Vom 25. bis 28. August 2025 durfte ich im Rahmen eines von Visit Flanders organisierten Famtrips eine ganz besondere Kunstreise erleben. Unter dem Motto „Flemish Masters in Situ“ führte uns die Reise nach Gent und in die malerische Region entlang der Leie – ein echtes Paradies für Kunst- und Kulturliebhaber.
Meisterwerke in Gent – Kunstgenuss pur
Unsere kleine Gruppe, bestehend aus auf Kunst- und Kulturreisen spezialisierten Veranstaltern, erwartete ein beeindruckendes Besichtigungsprogramm und herausragende Führungen durch örtliche Kunst- und Kulturvermittler. In der St. Bavo Kathedrale bestaunten wir den weltberühmten Genter Altar – ein Meisterwerk der Brüder van Eyck, das uns mit seiner Detailfülle und Symbolik in den Bann zog.
Im Museum der Schönen Künste (MSK) erhielten wir einen spannenden Überblick über die Entwicklung der Malerei durch die Jahrhunderte sowie einen Einblick in die kommende große Ausstellung „Unforgettable“, präsentiert von der Kuratorin Dr. Frederica van Dam. Diese bahnbrechende Schau, die ab März 2026 zu sehen sein wird, widmet sich erstmals umfassend dem künstlerischen Schaffen von Künstlerinnen aus den historischen Niederlanden – einem Kapitel der Kunstgeschichte, das lange Zeit übersehen wurde. Die Ausstellung wird die Vielfalt weiblichen Kunstschaffens in der Zeit zwischen 1600 und 1750 beleuchten und eindrucksvoll zeigen, dass Frauen in nahezu allen künstlerischen Disziplinen aktiv waren – sei es als gefeierte Malerinnen oder als anonyme Meisterinnen. Unsere Reise zur Ausstellung findet im Mai 2026 statt.
Auch die Kirchen St. Jakob und St. Michael beeindruckten mit bedeutenden Werken: das Triptychon der Kreuzigung Christi von Michiel Coxcie und das eindrucksvolle „Golgatha“ von Anthony van Dyck.
Sint-Martens-Latem – Kunst, Geschichte und Genuss
Am zweiten Tag ging es weiter in den Künstlerort Sint-Martens-Latem, wo wir im charmanten Hotel Torenhof übernachteten. Die kunsthistorische Führung durch die St. Martinskirche und zum Grabdenkmal „Mutter und Kind“ von George Minne, geleitet von Ann de Beir, war ein echtes Highlight.
Den Abend ließen wir bei einem köstlichen Dinner im D’Ouwe Schuur ausklingen – ein kulinarischer Genuss in stilvollem Ambiente.
Mit dem Fahrrad entlang der Leie – Kunst trifft Natur
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen von „Kunst und Kultur entlang der Leie“ – und das auf zwei Rädern! Unser, be erstes Etappenziel war das romantische Schloss Ooidonk mit seinem herrlichen Park. Danach besuchten wir gleich drei Museen in Deinze:
- das Mudel, das ausschließlich Werke von Künstlern zeigt, die von etwa 1879 bis heute in der Region lebten oder wirkten,
- das Gust De Smet Museum,
- sowie das Gevaert-Minne Museum, jedes in sich etwas ganz besonderes.
Am Abend erwartete uns im stilvollen Hotel Auberge du Pêcheur ein Aperitif mit Blick auf die Leie, gefolgt von einem stimmungsvollen Abendessen im D’Ouwe Hoeve.
Bevor es zurück nach Gent und weiter über Brüssel nach Wien ging, stand noch ein letzter kultureller Höhepunkt auf dem Programm: der Besuch des Museums Dhondt-Dhaenens mit der faszinierenden Wunderkammer – ein Projekt des Künstlers Hans Op de Beeck, das uns zum Staunen brachte.
Ein Schatzkästchen abseits des Mainstreams
Ich persönlich kam aus dem Staunen nicht heraus ob der großartigen Kleinodien, die diese Region zu bieten hat – abseits der bekannten Touristenpfade. Die Kombination aus meisterhaften Kunstwerken, inspirierenden Orten und der idyllischen Landschaft machte diese Reise zu einem wahren Erlebnis.









