Einfach magisch – Eine Woche zwischen Wundern, Wüste und Meer

 

Blogbeitrag und Fotos: Daniela Haertel

Termin: 15. - 22.10.2025

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind mehr als Luxus und Rekorde. Sie sind ein Kaleidoskop aus Geschichte, Vision und kultureller Tiefe. Zwischen den alten Souks von Deira, den Palästen Abu Dhabis und den Wolkenkratzern von Dubai spürt man: Hier wird das Morgen schon heute gelebt – und das Gestern liebevoll bewahrt.

Tag 1 – Ankunft im Glitzermeer
Der Flug mit Emirates von Wien nach Dubai war angenehm, das Service top – und als wir gegen 23 Uhr in Dubai landeten, schlug uns die warme Wüstenluft entgegen. Schon beim ersten Blick vom Flugzeug aus auf die beleuchteten Hochhäuser war klar: Diese Stadt schläft nie.
Unser großartiger Guide erwartete uns bereits und begleitete uns ins elegante Canopy by Hilton Al Seef, direkt am Dubai Creek gelegen. Vom Pool im siebten Stock blickte man auf das funkelnde Wasser und die Skyline – ein perfekter Start.

Tag 2 – Traditionelles Dubai: Vom Wüstenhafen zur Weltmetropole
Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es zur ersten Citytour. Gleich zu Beginn hielten wir am Museum der Zukunft – ein architektonisches Wunderwerk aus Edelstahl und arabischer Kalligrafie, das eine weitere Vision Dubais symbolisiert, „die Zukunft zu gestalten, statt sie vorherzusagen“.
Weiter führte uns die Fahrt zur Jumeirah-Moschee, die im mittelalterlichen fatimidischen Stil erbaut wurde – eine der wenigen Moscheen in Dubai, die auch Nicht-Muslimen offensteht. Das Shindagha Museum beeindruckte mit liebevoll gestalteten Ausstellungen zur Geschichte und Kultur der Emiratis. Besonders spannend: die Darstellung des traditionellen Perlentauchens, das einst die wichtigste Einkommensquelle der Region war, und die Kunst des Parfummachens. Danach tauchten wir im historischen Viertel Al Bastakiya in das alte Dubai ein: enge Gassen, Windtürme und Lehmhäuser, die von der Zeit erzählten, als Dubai noch ein Fischerdorf am Creek war. Mit einer traditionellen Abra, einem kleinen Holzboot, überquerten wir den Creek ins Viertel Deira – und fanden uns plötzlich in einer Welt aus Düften, Farben und Gold wieder: im Gewürz- und Goldsouk.
Nachmittags blieb Zeit zum Entspannen und Akklimatisieren – mit einem kühlen Drink am Pool über den Dächern der Stadt oder eigenständigen Ausflügen zu den vielen Sehenswürdigkeiten, wie dem Dubai Frame, der der größte Bilderrahmen der Welt ist - echt vergoldet natürlich. 

Tag 3 – Modernes Dubai: Wo Träume Wirklichkeit werden
Am dritten Tag zeigte sich Dubai von seiner futuristischen Seite. Wir fuhren nach Downtown Dubai und standen bald vor dem Burj Khalifa, dem mit 828 Metern höchsten Gebäude der Welt. Die Aussicht von Level 124 war atemberaubend – eine Mischung aus Sand, Meer und unzähligen Wolkenkratzern, die in der Sonne glitzerten.
Anschließend folgte ein Fotostopp beim legendären Burj Al Arab, dem segelförmigen Sieben-Sterne-Hotel, das als Symbol für Luxus und Extravaganz gilt. Weiter ging es entlang der Dubai Marina, vorbei an unzähligen Yachten und Luxusvillen, bis auf die Palmeninsel The Palm. Vom Aussichtspunkt The View bot sich ein spektakulärer Blick auf diese und Dubais Skyline – ein unvergesslicher Moment!
Vorbei am ikonischen Atlantis The Palm, mit seinem riesigen Aquarium voller Haie und Rochen, stoppten wir in der Emirates Mall, um einen Blick in die Skihalle zu werfen – ja, Skifahren mitten in der Wüste - ein besonders amüsantes Erlebnis für uns! Der Tag endete mit einem Bummel durch die  Dubai Mall, wo wir die Wasserspiele der Dubai Fountain bestaunten – ein Lichter- und Musik-Spektakel, das selbst die kühnsten Erwartungen übertraf.

Tag 4 – Al Ain: Die grüne Seele der Wüste
Am vierten Tag fuhren wir nach Al Ain, die „Gartenstadt“ des Emirats Abu Dhabi. Eingebettet zwischen Wüste und Bergen und seit 2011 UNESCO-Welterbe, zeigte sich hier ein ganz anderes Gesicht der Emirate: ruhiger, traditioneller, grüner.
Wir besuchten das imposante Al Jahili Fort, das einst die Stadt schützte, und den Qasr al Muwaiji, den Geburtsort des heutigen Präsidenten. In der Al Ain Oase, wo Tausende Dattelpalmen wachsen, spazierten wir auf schattigen Wegen entlang von traditionellen Falaj-Bewässerungskanälen – ein uraltes, noch heute funktionierendes System. Der Besuch des Kamelmarkts, auf dem Händler leidenschaftlich über ihre Tiere verhandelten, war ein faszinierender Einblick in das authentische Leben abseits des Glanzes Dubais.

Tag 5 – Abu Dhabi: Die Stadt der weißen Kuppeln
Abu Dhabi, das größte Emirat, empfing uns mit majestätischer Eleganz. Der Besuch des Qasr Al Watan, des Präsidentenpalasts, war schlicht überwältigend – Marmorsäle, goldene Mosaike und eine Architektur, die Macht und Schönheit zugleich ausdrückte.
Entlang der Corniche genossen wir die Aussicht auf das Meer, bevor wir im Observation Deck AT 300 in den Etihad Towers bei Kaffee und Kuchen Dubais Schwesterstadt von oben betrachteten.
Der Höhepunkt des Tages: die Sheikh Zayed Moschee, eine der größten Moscheen der Welt. Ihre schneeweißen Kuppeln, goldenen Kronleuchter aus Swarovski-Kristallen und der riesige von 1.200 Frauen handgeknüpfte Teppich ließen uns ehrfürchtig staunen.

Tag 6 – Sharjah: Kunst, Kultur und Geschichte
Am nächsten Tag ging es nach Sharjah, das als kulturelle Hauptstadt der Emirate gilt. Wir fuhren vorbei am Coran Square und hielten am Islamic Museum, das eine beeindruckende Sammlung islamischer Kunst und Manuskripte beherbergt.
Auf dem Central Souk, auch „Blauer Souk“ genannt, glitzerten Schmuckstücke, Teppiche und Parfümöle. Besonders schön war der Spaziergang durch den Al Arsah Souk, einen der ältesten Märkte der Emirate, und der Besuch des neuen Fisch- und Gemüsemarktes, der ein wahres Kaleidoskop aus Farben und Gerüchen bot. Der Nachmittag diente wiederum der Entspannung oder individueller Ausflüge. Das Abendessen auf der Terrasse am Creek mit seinen leuchtenden Schiffen war wunderbar stimmungsvoll.

Tag 7 – Sternennacht über der Marina
Ein freier Tag in Dubai – perfekt, um durch die Malls zu bummeln, an den Strand zu fahren oder einfach das Treiben am Creek zu genießen. Am Abend erwartete uns ein krönender Abschluss: eine stimmungsvolle Dhow Cruise durch die Dubai Marina.
Während das Schiff langsam durch das Wasser glitt, glitzerte die Skyline wie ein Sternenteppich über uns. Bei einem köstlichen Abendessen an Bord schauten wir auf den wunderbar beleuchteten Stadtteil– ein unvergesslicher Abschied von einer Reise voller Kontraste.

Tag 8 – Heimflug mit Wüstenweh
Viel zu früh hieß es Abschied nehmen. Beim Rückflug nach Wien grüßten uns zum letzten Mal die goldenen Dünen, die türkisfarbenen Buchten und die futuristischen Türme – ein Land gewesen, das sich selbst immer wieder neu erfindet.

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