Saisonabschluss nach Tarnów– Malopolska
Kleinpolen zum Saisonabschluss: Farben, Kultur und Geschmacksexplosionen
Reisetermin: 06. - 09. November 2025
Wenn der Herbst in Kleinpolen seine volle Pracht entfaltet, ist das die perfekte Kulisse für eine Reise, die mehr bietet als nur schöne Landschaften. Die Saisonabschlussfahrt mit 100 Teilnehmern, drei komfortablen Reisebussen und einem erfahrenen Reiseleiterteam – Mag. Monika Böhm, Mag. Ursula Debera und Dr. Andrea Mignon – führte in eine Region, die überrascht, begeistert und inspiriert.
Den Auftakt bildete die Stadtbesichtigung von Tarnów, einem unterschätzten Juwel im ehemaligen polnisch-österreichischen Kronland Galizien. Die Altstadt mit ihren gut erhaltenen Bürgerhäusern, das jüdische Erbe und die stille Würde der Gassen vermittelten ein Gefühl von Zeitreise. Das Wetterglück – milde Temperaturen, strahlender Sonnenschein, leuchtende Herbstfarben – machte den Spaziergang durch die Stadt zu einem Genuss.
Von urbaner Geschichte ging es weiter in die Welt des Genusses: Die Weinverkostung in der Winnica Dąbrówka war nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch ein emotionales. Gastgeber Robert und Katarzyna Besciak präsentierten ihre Weine mit einer charmanten Dokumentation, die die Leidenschaft hinter jedem Tropfen spürbar machte. Polnischer Wein? Charakterstark, überraschend vielschichtig – wie die vielbesungenen polnischen Frauen, scherzte ein Teilnehmer.
Ein kultureller Höhepunkt folgte im Palac Goetz in Brzesko, wo das Streichquartett „DobryTon“ ein exklusives Konzert gab. Der Salon, in buntes Licht getaucht, wurde zur Bühne für ein Programm von Vivaldi bis Metallica. Klassik modern interpretiert, mit Scheinwerfer und Nebelmaschine – ein Erlebnis, das Grenzen sprengte und zeigte, wie lebendig Musik sein kann.
Die Kulinarik fand im Anschluss daran mit einem 5-gängigen Degustationsmenü, begleitet von ausgewählten Bieren der Brauerei Okocim, einen Höhepunkt.
Aber auch sonst war kulinarisch nichts nullachtfünfzehn. Das Frühstück? „Alles drin, alles dran“, so das Urteil der Gäste. Von raffiniert gefüllten Pierogi bis zum perfekt gegarten Kabeljau und einer Rindsroulade wie aus Omas Küche beim letzten Mittagessen in Zabrze reichte das Angebot.
Ein weiteres Highlight wartete in Schloss Łańcut, wo die original erhaltene Innenausstattung und die perfekte Führung die Gäste in die Welt der Fürsten Lubomirski und Potocki eintauchen ließen. Die Geschichten über die Rettung des Schlosses vor Plünderungen im Zweiten Weltkrieg beeindruckten ebenso wie die prachtvollen Räume. „Wow“, war der meistgehörte Kommentar – und das völlig zu Recht.
Der Ausflug nach Przemyśl, einer Grenzstadt mit Seele mit ihrer auf sanften Hügeln gelegenen Altstadt und der Mischung aus Geschichte und Moderne rundete das Programm ab.
Ein Ausflug in die Tiefe folgte mit dem Besuch des Salzbergwerks Bochnia, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Zwar war die Tour touristisch geprägt, doch die Fahrt im Förderkorb 200 Meter unter die Erde und die moderne, immersive Präsentation sorgten für Spannung und Staunen. Geschichte wurde hier nicht nur erzählt, sondern erlebbar gemacht.
Am Ende dieser Reise bleibt ein Fazit, das viele Teilnehmer teilten: „Wie machen die das nur?“ Immer wieder neue, spannende Regionen, ein Programm voller Vielfalt – von Kultur über Kulinarik bis zur Geschichte. Große Gruppen öffnen Räume, die sonst verschlossen bleiben. Oder wie es ein Gast formulierte: „No Risk, no Fun – und das war ganz großes Kino.“

















