Reisedatum: 21.- 22.03.2026
Text und Fotos: Thomas Neunteufel
Überpünktlich – fast eine Viertelstunde vor der offiziellen Abfahrtszeit um 8 Uhr waren alle bereit - fuhren wir von der Operngasse in Richtung Mostviertel ab.
Erste Station war eine kurzbemessene Frühstückspause im „Haubiversum“ im Petzenkirchen. Danach ging es weiter zu unserem ersten Besichtigungsstopp – zum Stift Seitenstetten.
Ein ehemaliger Professor am renommierten Stiftsgymnasium bereitete uns eine fast zweistündige Führung mit dem Schwerpunkt auf das Wirken des Martin Johann Schmidt – genannt „Kremser Schmidt“. In den Sammlungen, aber auch in den übrigen Räumlichkeiten des Stiftes befinden sich fast hundert Werke dieses Barockmalers.
Auf unserem Rundgang durch das Stift besuchten wir die frühgotische, später baro-ckisierte Stiftskirche, in der gerade das Requiem für einen verstorbenen Stiftsgymna-siallehrer vorbereitet wurde, weiters die Stiftsbibliothek und den Marmorsaal mit De-ckenfresken von Paul Troger, die Abteistiege mit einem Altomonte-Fresko, die Stift-sammlungen und die nur im Ausnahmefall öffentlich zugänglichen Lehrsammlungen des Stiftsgymnasiums. Höhepunkte waren die Ritterkapelle – letzter Rest der des romanischen Stiftsbau – und die wertvolle Gemäldegalerie mit Werken des Kremser Schmidt.
Nach dem Mittagessen beim Mostviertelwirt Ott in Seitenstetten blieb noch genügend Zeit, um die schönste Rokokodorfkirche Oberösterreichs in Pfarrkirchen bei Bad Hall zu besichtigen. Diese Hl. Blut-Wallfahrtskirche fasziniert durch eine reichhaltige Ro-kokoeinrichtung, herrlichen Deckenfresken und einer Kanzel, die zu den bedeutendsten Rokokokanzeln Österreichs zählt.
Nach dem Bezug im „Hotel Hallerhof“ in Bad Hall erwartete uns um 17 Uhr eine künstlerisch hochstehende Aufführung der Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro“ in italienischer Sprache. Unsere Reisegruppe war rundum begeistert von den Leistungen der jungen Musiker, Sängerinnen und Sänger aus über 10 Nationen.
Am zweiten Reisetag fuhren wir ins Almtal, wo wir am Vormittag einen geführten Rundgang durch den „Cumberland Wildpark“ unternahmen. Der Tierpark Grünau be-herbergt über 500 Tiere in geschützt-artgerechter Haltung. Zu Beginn lebten im Wildpark nur heimische Wildtiere, doch im Laufe der Jahre gesellten sich Tierarten anderer Kontinente hinzu, darunter auch Tierarten, die in der Zwischenzeit auch wild in Österreich leben, wie etwa der Waschbär oder das Damwild.
Wir erfuhren Wissenswertes über die Arbeit des „Konrad Lorenz-Forschungsinstituts“ und über das erfolgreiche Auswilderungsprojekt für Waldrappen, aber auch über die Verhaltensforschung bei Wildgänsen und Rabenvögel.
Nach der Mittagspause im Wildparkrestaurant fuhren wir noch bis zum Almsee, um die Gelegenheit zu geben, einen kurzen Spaziergang am Seeufer zu unternehmen.
Da sich leider das Wetter in der Zwischenzeit verschlechtert hat und auch Regen einsetzte, traten wir am schon frühen Nachmittag die Rückreise nach Wien an, be-sichtigten aber zuvor noch die Pfarrkirche von Grünau, in der sich der ehemalige Hochaltar der Stiftskirche von Kremsmünster befindet.
Nach einer Fahrt von ca. 3 Stunden (inkl. einer kurzen „Gesundheitspause“ an einer Autobahnraststation) endet eine sehr interessante und erlebnisreiche Zweitagesfahrt.









