Tapolca - Anradeln am Plattensee

Die erste Tour des Jahres brachte uns nach Tapolca, die Stadt der Höhlen und Gewässer. Sie liegt 12 km vom Balaton entfernt. Die Kleinstadt hat ihren Namen nach den warmen Quellen. Das slawische Wort Topulcha bedeutet auf Ungarisch Warmwasserquelle. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Tavasbarlang (Seehöhle), die wir natürlich auch besuchten.

1.Tag, Samstag: Anreise nach Devecser - Tapolca (28km/150Hm)
Schon während der Busfahrt merkte man manchmal die Windböen, aber Nebo brachte uns trotzdem sicher ans Ziel. Nach einem Fotostopp bei der Burg von Devescer auch Schloss Esterhazy genannt, teilten wir uns in 2 Gruppen, dann startete die erste Etappe ins malerische Balatoner Oberland. Kräftiger Rückenwind schob uns über ruhige Landstraßen, vorbei an Feldern und kleinen Dörfern, bis sich die vulkanischen Hügel des Bakony zeigen. Die Strecke war leicht hügelig, perfekt zum Einradeln!

2.Tag, Sonntag: Tapolca - Badacsony - Tapolca (40km/300Hm)
Der Sturm war noch kräftig, daher wollten nicht alle Gäste die große Runde fahren. Karl bot an, eine kleine Stadtrunde per Rad zu machen. Ein Teil nahm das Angebot gerne an und eine etwas kleinere Gruppe radelte durch die sanften Hügel hinunter zum See, wo sich die Weinberge von Badacsony bis ans Ufer ziehen. Vorbei am Esterházy-Palastder um 1780 auf Fundamenten aus dem 15. Jahrhundert erbaut wurde und am See entlang, erreichten wir Badacsonytomaj und machten Rast in einer netten Vionothek. Dann radelten wir über Nebenstraßen und einen schönen Radweg wieder nach Tapolca. Nachmittags besuchten wir alle gemeinsam die Seehöhle und ruderten in kleinen Booten am unterirdischen See. Wieder retour im Hotel entspannten wir im angenehmen Wasser.

3.Tag,Montag: Tapolca - Hévíz - Keszthely - Tapolca ((40km / 78km/476hm)
Ein Tag voller Kontraste: Nach der Stadtgrenze mussten wir ein Stück über eine recht belebte Bundesstraße fahren, aber nachdem wir diese verließen wurde es wesentlich ruhiger. Die Straße nach Hévíz, hatte einen längeren Anstieg für uns parat, der uns gut auf Betriebstemperatur hielt. Kurz vor der Stadt hatten wir noch ein kurzes Wald,-und Wiesenstück zu passieren, dann waren wir im seit 230 Jahren Kurort, berühmt für seinen Thermalsee. In der Fußgängerzone labten wir uns mit sehr guten Suppen und Mehlspeisen, dann fuhren wir vorbei am See nach Keszthely. Hier warteten das prächtige Festetics-Schloss und die Seepromenade zum Besichtigen auf uns. Knapp die Hälfte unserer Radler beschlossen die Rückfahrt bequem im Elite-Bus zu machen, während die anderen über ruhige Straßen und auch Feldwegen den Weg nach Tapolca erkundeten. Zahlreiche Rehe und sogar ein Hirschpärchen kreuzte unserenn Weg. Durch die Regenfälle der letzten Tage hatte sich dann eine Furt so mit Wasser gefüllt, dass(bis auf Heinz) alle wendeten und über die Bundesstraße zum Hotel fuhren.

4.Tag,Dienstag: Tapolca - Veszprém (63km855Hm)
Nach dem Frühstück musste noch schnell eine Rad-Panne behoben werden. Heinz war so nett, wartete beim Radmechaniker und begleitete die Gäste anschließend nach Veszprem. Wir radelten einstweilen durch das Oberland, immer wieder mit Blick auf den See. Durch die Wetterkapriolen der letzten Tage waren die Off-Road Stücke, die wir zwischendurch befahren mussten, eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Alle meisterten diese aber mit Bravour, nur zehrte das und noch dazu der starke Wind, bei manchen etwas an der Akkukapazität und so musste Nebo mit dem Elite-Radbus 2x ausrücken um Gäste abzuholen. Letztendlich erreichten aber alle  Veszprém - die „Stadt der Königinnen“. Bei einem Rundgang, bei dem Wilhelm uns vieles erklärte, entdeckten wir die Burg, das Heldentor, den St. Michael Dom und die Gisela-Kapelle. Königin Gisela war die Frau von König Stephan I, dem Gründer Ungarns. Sie legte den Grundstein für das Veszprem von heute und half, den christlichen Glauben in Ungarn zu festigen! Nach diesem Highlight brachte uns der Elite-Bus zurück ins Hotel.

5.Tag,Mittwoch: Balatonfüred - Tihany - Tapolca  (62km/482Hm)
Auf Grund der angekündigten Windrichtung drehten wir den heutigen Tag um und so brachte Nebo uns morgens mit dem Elite Radbus nach Balatonfüred. dem eleganten Kurort. Wir fuhren mit dem Rad die Tagore Promenade entlang, machten Fotos im Yachthafen, radelten dann zur Lajos-Kossuth-Quelle, leider derzeit ohne Sauerwasser, Ein Blick auf das Esterhazy Schloss musste auch noch sein, dann starteten wir Richtung Halbinsel Tihany. Von weitem sah man schon das Benediktinerkloster, hoch über dem Balaton. Wir besuchten die Kirche, die Krypta und auch das Museum, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. Beide Gruppen kehrten dann unterwegs nochmal ein, bevor wir unser Hotel in Tapolca erreichten. Diesmal gab es einen schönen Sonnenuntergang, den wir uns noch vom Pool aus ansahen, dann ging es zum Abendessen.

6.Tag,Donnerstag: Tapolca - Sümeg (27km/301Hm)
Zum Finale radelten wir nach Sümeg. Der Radweg führte oft durch den schönen Wald. Dadurch spürten wir auch den Gegenwind nicht so stark. Schon von weitem grüßte die mächtige Burg die während der Zeit der Expansion des Osmanischen Reichs eine wichtige Rolle spielte. Sie wurde zwar mehrmals belagert, konnte jedoch nie von den Angreifern erobert werden. Letztendlich eroberten aber türkische Truppen die Stadt und setzten sie sowie die Burg in Brand. Wir besichtigten die wieder aufgebaute und sehr interessant eingerichtete Burg , bevor wir in der Csarda ein ritterliches Festmahl genossen. Ein würdiger Abschluss, dieser schönen Radtour im Balaton Gebiet.

 

Gruppen KilometerHöhenmeter
Karl Exler288 km2567 hm
Gerhard Grob288 km2567 hm
  

 

Link zur Download Galerie 26ert0328 Tapolca
(Passwort geschützt - gültig bis 30.05.2026)