Wein & Bike im Pulkautal

Termin:  Freitag 07. Mai 2026

Weinbegleiter: Diplom Sommelier Norbert Lustig
Radguide: Heinz Müller

Die erste Wein- & Bike-Tour von Elite Tours: Ein Premierenritt mit Substanz, Stil und sehr viel Herz

Manchmal passt einfach alles zusammen. Das Wetter. Die Menschen. Die Landschaft. Die Stimmung. Und vor allem: die Qualität.
Die erste durchgeführte Wein- & Bike-Tour von Elite Tours war genau so ein Tag – einer, der nicht laut sein musste, um in Erinnerung zu bleiben. Sondern stimmig. Ehrlich. Voller Genuss. Und vor allem so organisiert, dass man vom ersten Tritt in die Pedale bis zur Heimfahrt das Gefühl hatte: Hier wurde nicht irgendein Programm absolviert, hier wurde ein Erlebnis mit Haltung geschaffen.

Schon die Ausgangslage ließ aufhorchen: traumhafte Bedingungen, eine motivierte Elite-Tours-Radgruppe, eine kleine, feine Vertretung der Kultur mit dabei, drei ausgesuchte Weinbaubetriebe – allesamt Familienbetriebe mit gelebter Nachfolge – und eine Route, die landschaftlich wie inhaltlich hervorragend komponiert war.


Ein Auftakt mit Ruhe und Charakter: das Pulkauer Bründl

Der Tag begann nicht hektisch, sondern bewusst. Das Pulkauer Bründl war als erste Station ein fast symbolischer Auftakt: eine Quelle, ein Ort mit stiller Ausstrahlung, ein Platz, der den Ton für den gesamten Tag vorgab. Bevor man sich in Bewegung setzt, bevor man über Wein spricht, bevor man verkostet und genießt, steht hier für einen Moment das Innehalten im Mittelpunkt.

Gerade das machte den Einstieg so gelungen. Diese Tour wollte nie bloß Kilometer sammeln. Sie wollte Atmosphäre schaffen. Das gelang vom ersten Moment an.


Die Route: abwechslungsreich, genussvoll und genau richtig dosiert

Von Pulkau führte die Strecke zunächst in Richtung Obermarkersdorf – auf angenehm befahrbaren Wegen, durch offene Landschaft, vorbei an Weingärten, mit genau jener Mischung aus Bewegung und Genuss, die eine gute Wein-&-Bike-Tour ausmacht. Keine übertriebene sportliche Härte, kein Leistungsdruck, sondern ein Rhythmus, der Raum lässt zum Schauen, Reden, Durchatmen und Ankommen.

Das Weinviertel zeigte sich dabei von seiner besten Seite: sanfte Wellen im Gelände, gepflegte Rebanlagen, kleine Ortschaften mit Charakter und immer wieder jener Blick über die Landschaft, der einen spüren lässt, warum Wein nicht einfach ein Produkt ist, sondern Ausdruck eines Ortes.

Später führte die Route weiter über Retz, wo mit Windmühle und Hauptplatz auch der kulturelle Akzent des Tages nicht zu kurz kam. Dieser Abschnitt brachte genau die richtige Abwechslung ins Programm. Es ging nicht bloß von Keller zu Keller – vielmehr verband die Tour Natur, Kultur, Bewegung und Verkostung zu einem stimmigen Ganzen.

Von dort aus weiter nach Kleinriedenthal und schließlich nach Jetztelsdorf: eine Schlussetappe, die noch einmal das ganze Format dieser Tour zeigte. Nicht spektakulär im aufgesetzten Sinn, sondern schön, weit, offen und voller regionaler Identität.

Begleitet wurde das Ganze professionell durch die Busbetreuung von Elite Tours, die Anreise und Rückfahrt übernahm und damit den Komfortfaktor erheblich steigerte. So konnte man sich ganz auf das konzentrieren, worum es hier ging: erleben, verkosten, genießen.


Erste Wein-Station: Gerald Diem und Andrea in Obermarkersdorf

30 Hektar, klare Linie, ehrliche Weine

Mit Gerald Diem und seiner Gattin Andrea wartete in Obermarkersdorf der erste Weinbaubetrieb des Tages. Ein Familienbetrieb mit rund 30 Hektar, mit klarer Haltung und einer Weinlinie, die ebenso geordnet wie zugänglich wirkte. Hier wurde nichts verkünstelt. Die Weine standen sauber da, ohne laute Effekte, dafür mit Präzision und Herkunft.

Verkostet wurden vier Weine, die das Sortiment gut abbildeten:

  • Grüner Veltliner Jahrgang 2025

  • Riesling Jahrgang 2025

  • Chardonnay

  • ein Biowein

Der Grüne Veltliner 2025 zeigte sich frisch, geradlinig und mit jener typisch pfeffrigen Würze, die man sich von einem guten Vertreter dieser Sorte erwartet. Der Riesling 2025 wirkte saftig und klar, mit Frische und guter Balance. Der Chardonnay brachte etwas mehr Rundung ins Spiel, ohne dabei ins Schwere zu kippen. Besonders interessant war der Biowein, der zeigte, dass Nachhaltigkeit und Trinkfreude einander keineswegs ausschließen müssen.

Hier begann der Tag auch weinseitig ernsthaft Form anzunehmen. Nicht als bloße Kostprobe, sondern als echtes Kennenlernen eines Betriebes.


Mittagseinkehr mit Bodenhaftung: Wirtshaus Franz Josef

Wer über Wein schreibt, darf das Essen nicht vergessen. Und wer über eine gelungene Tour schreibt, schon gar nicht.
Die Mittagseinkehr im Wirtshaus Franz Josef in Obermarkersdorf war genau das, was man sich zwischen zwei Weinverkostungen wünscht: bodenständig, kräftigend, unkompliziert und regional verankert. Kein unnötiger Firlefanz, sondern ehrliche Küche, die zur Tour passte.

Gerade solche Stationen sind es, die ein Gesamtpaket abrunden. Denn Genuss braucht nicht nur Qualität, sondern auch Timing. Und dieses Timing war hier sehr gut getroffen.


Zweite Station: Harald Breitenfelder und Sohn in Kleinriedenthal

Konzentration auf das Wesentliche

Die Weiterfahrt nach Kleinriedenthal brachte nicht nur einen neuen landschaftlichen Eindruck, sondern auch einen Weinbaubetrieb, der in seiner Art ganz anders wirkte. Harald Breitenfelder und Sohn, rund 20 Hektar, stehen für einen Betrieb, bei dem man das Miteinander der Generationen spürt. Ohne großes Theater, ohne Pathos – aber mit einer stillen Selbstverständlichkeit.

Verkostet wurden hier vier Weine, darunter:

  • Gelber Muskateller Jahrgang 2025

  • Grüner Veltliner

Der Gelbe Muskateller 2025 setzte einen aromatischen Akzent, duftig und sortentypisch, dabei nicht aufdringlich, sondern animierend. Der Grüne Veltliner wirkte straffer, direkter und in seiner Art sehr trinkfreudig. Gerade in der Gegenüberstellung mit der ersten Station zeigte sich, wie unterschiedlich dieselbe Rebsorte je nach Betrieb, Handschrift und Interpretation wirken kann.

Genau das macht eine solche Tour so wertvoll: Man verkostet nicht einfach nur Weine – man beginnt Unterschiede zu verstehen.


Retz als kultureller Taktgeber

Der Zwischenstopp in Retz mit Windmühle und Hauptplatz war weit mehr als nur ein Programmpunkt auf der Strecke. Er brachte jene kulturelle Erweiterung, die eine Tour aus der Beliebigkeit hebt. Die Windmühle ist markant, der Hauptplatz imposant, und beides zusammen setzt der Route ein visuelles Ausrufezeichen.

Gerade für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die neben dem Wein auch die Region als Ganzes erleben wollten, war dieser Abschnitt ein echter Mehrwert. Es sind solche Momente, die aus einer guten Idee ein rundes Erlebnis machen.


Finale mit Format: Weingut Norbert Bauer in Jetztelsdorf

Große Fläche, klare Handschrift, starke Schlussakkorde

Zum Abschluss führte die Tour nach Jetztelsdorf zum Weingut Norbert Bauer, einem Betrieb mit rund 100 Hektar, vertreten durch Juniorchef Willi Bauer und seine Gattin Theresa, die hochschwanger und dennoch mit bemerkenswerter Präsenz und Selbstverständlichkeit aktiv im Betrieb eingebunden war. Gerade diese Szene blieb vielen in Erinnerung: nicht inszeniert, nicht herausgestellt – einfach echt. Familienbetrieb in Reinform.

Hier wurden die Weine nicht nur ausgeschenkt, sondern im Rahmen einer fachlich fundierten Präsentation durch Diplom-Sommelier Norbert Lustig eingeordnet. Das war eine der besonderen Qualitäten dieses Tages: Die Verkostung blieb nicht an der Oberfläche. Sie bekam Tiefe, ohne belehrend zu werden.

Im Glas:

  • Grüner Veltliner

  • Zweigelt Klassik

  • Cuvée Rot

Der Grüne Veltliner bestätigte, warum diese Rebsorte im Weinviertel ihre besondere Heimat hat: Struktur, Frische, Herkunft. Danach kamen mit dem Zweigelt Klassik und der Cuvée Rot zwei Rotweine ins Spiel, die dem Finale den passenden Nachdruck verliehen. Hier zeigte sich nochmals, dass die Tour nicht nur auf Leichtgängigkeit setzte, sondern auf Qualität über die gesamte Bandbreite hinweg.

Unter den verkosteten Weinen fanden sich mehrere Sortensieger – und das war spürbar. Nicht plakativ, sondern im Glas. Genau so soll es sein.


Und am Ende spricht der Kofferraum

Es gibt Tage, an denen man freundlich nickt, viel lobt und dann doch mit leeren Händen nach Hause fährt. Dieser Tag war das Gegenteil.
Der Weineinkauf fiel entsprechend üppig aus – fast ein ganzer Kofferraum voll. Das ist wohl die ehrlichste Form der Bewertung. Denn gekauft wird nicht aus Höflichkeit, sondern aus Überzeugung.

Genau darin lag die Stärke dieser ersten Wein-&-Bike-Tour von Elite Tours: Es war keine Showveranstaltung, kein hübsch dekorierter Ausflug mit Alibi-Verkostung. Es war ein substanziell aufgebautes Gesamtpaket, mit guten Betrieben, nachvollziehbarer Dramaturgie, perfekter Organisation und einem Team, das wusste, wie man Genuss, Bewegung und Regionalität glaubwürdig zusammenführt.

Zusammenfassend kann man zu Recht sagen: Diese Premiere macht Lust auf mehr

Die erste Wein-&-Bike-Tour von Elite Tours war ein voller Erfolg – nicht weil sie spektakulär sein wollte, sondern weil sie in allen Teilen stimmig war.
Herrliches Wetter. Drei sehr gut gewählte Weinbaubetriebe. Eine Radroute mit landschaftlicher und kultureller Qualität. Eine kompetente Begleitung. Eine Weinpräsentation mit Substanz. Ein Mittagshalt mit Bodenhaftung. Und am Ende viele zufriedene Gesichter – plus sehr viel Wein im Gepäck.

Kurz gesagt:
Man bekam etwas mehr für sein Geld – eigentlich doppelt so viel.

Wer Wein nicht bloß trinken, sondern verstehen möchte, wer Radfahren nicht als Sportprüfung, sondern als genussvolle Form des Reisens sieht, und wer regionale Qualität schätzt, der sollte sich die nächste Ausgabe dieser Tour nicht entgehen lassen.

Wein & Bike mit Leib und Seele.
Oder einfacher gesagt:
Lebe, was du liebst.


Die nächste Wein & Bike Reise findet am  12. Juni 2026 statt und führt in die Wachau 

 

Gruppen KilometerHöhenmeter
Heinz Müller44 km450 hm

 

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