Donau, Feldwege & Schwedenbomben
Elite Tours Radreportage | 12. Mai 2026
Manchmal schreibt der Wetterbericht die spannendsten Geschichten – und manchmal schreibt man sie einfach selbst um.
Der 12. Mai begann nämlich alles andere als verheißungsvoll: Regen am Vormittag, grauer Himmel, skeptische Blicke beim Frühstückskaffee. Die Folge? Ein kleiner Strategiewechsel innerhalb der Gruppe: Einige unserer Kulturreisegäste und auch ein paar wetterfühlige Radlerinnen und Radler entschieden sich kurzfristig für die komfortablere Variante – den Bus bis Niemetz.
Doch zehn Unerschrockene blieben standhaft. Oder besser gesagt: sie setzten sich entschlossen aufs Rad.
Rückenwind statt Regentropfen
Und wie so oft im Leben wurde Mut belohnt.
Die Front zog durch – und zurück blieb trockene Luft und… perfekter Rückenwind.
Entlang der Donau zeigte sich der Tag plötzlich von seiner besten Seite. Die Landschaft flitzte beinahe mühelos vorbei, Gespräche wurden leichter, das Tempo ebenso. Man hatte fast das Gefühl, die Donau selbst schiebt uns ein Stück Richtung Abenteuer.
„Wenn’s immer so geht, brauch i ka E-Bike“, meinte ein Teilnehmer trocken – und trat gleich noch ein bisserl fester in die Pedale.
Staub statt Asphalt: Abenteuer ab Schwechat
Ab Schwechat änderte sich die Dramaturgie.
Vorbei war’s mit fein asphaltierten Wegen – willkommen im Kapitel „entstaubte Feldwege“.
Richtung Himberg ging es über Wege, die ihrem Namen alle Ehre machten: trocken, staubig, ein bisserl wild. Die Räder summten, die Schuhe nahmen eine neue Farbnuance an, und irgendwo zwischen zwei Feldrändern hörte man jemanden lachen:
„Des is jetzt die Premium-Version vom Gravel-Biking!“
Einkehr mit Tempo: Laxenburg
In Laxenburg wartete die verdiente Belohnung:
Der Laxenburgerhof – und der hatte heute nicht nur kulinarisch, sondern auch organisatorisch Bestform.
Schnell, freundlich und vor allem richtig gut.
Ob Schnitzel, Salat oder kleine Stärkung – die Teller waren kaum abgestellt, da waren sie schon... sagen wir: überzeugend leer.
Die Gruppe war sich einig:
„So schnell waren wir selten satt – und glücklich gleichzeitig.“
Kreativpause: Schwedenbomben-Workshop
Dann wurde es süß. Und kreativ. Und ein kleines bisschen chaotisch.
Beim Schwedenbomben-Workshop in Niemetz durfte jede und jeder seine eigene „Bombe“ bauen. Was dabei herauskam?
kunstvolle Meisterwerke - ambitionierte Türme -
und einige Exemplare mit… sagen wir… individuellem Charakter
Ein Teilnehmer präsentierte stolz sein Werk und meinte:
„Optisch fragwürdig – aber geschmacklich ein Gedicht!“
Am Ende waren sich alle einig: Selber machen schmeckt doppelt gut.
Tief unter der Erde: Die Seegrotte Hinterbrühl
Weiter ging es Richtung Hinterbrühl zur berühmten Seegrotte – Heimat des größten unterirdischen Sees Europas.
Ein beeindruckender Ortswechsel: vom staubigen Feldweg direkt hinein in eine geheimnisvolle, kühle Unterwelt.
Der See lag ruhig und dunkel da, fast mystisch – und unser Guide? Ein echtes Highlight.
Mit Humor, Charme und der richtigen Portion Schmäh führte er durch die Geschichte der Grotte.
Man hätte ihm noch ewig zuhören können – oder zumindest bis zur nächsten Jause.
Punktlandung & Ausblick
Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk – oder ein Wiener Busunternehmen
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Heinz Müller | 67 km | 360 hm |
Link zur Download Galerie 26rsf0512 Niemetz
(Passwort geschützt - gültig bis 30.06.26)










