Mariazell und der ins Wasser gefallene Erlaufsee  

 

Reisetermin: 16.5.2026

Blogbeitrag und Fotos: Ulrike Huttar


Geplant gewesen war eine Stadtführung in Mariazell und ein Spaziergang entlang des Erlaufsees.  Dann prasselte der Regen in Strömen.  Einige Gäste waren deshalb schon recht verzagt und zeigten sich erleichtert, als ich für den See ein Ersatzprogramm anbot.
So fuhren wir zuerst zum Bahnhof Laubenbachmühle der Mariazellerbahn, wo wir im Panoramawagen ein kleines Frühstück serviert bekamen. Der Bahnhof ist übrigens ein ausgezeichnetes Beispiel für moderne Architektur mit viel Holz in der Ausführung.
Natürlich durchquerten wir während der Fahrt nach Mariazell Nebelschwaden und die Fernsicht war getrübt, aber unsere Stimmung war ausgezeichnet, zumal der Regen in Mariazell eine Pause machte.
Die Stadtführerin berichtete uns über die Gründungslegenden der Stadt, ihre Geschichte und die enge Verbundenheit mit dem Kaiserhaus, sowie über die ansässigen Betriebe.  Nach der Mittagspause hatte ich ganz kurzfristig als Schlechtwetteralternative die Möglichkeit zu einer Führung in der Schatzkammer der Basilika organisiert, die von den meisten Gästen freudig angenommen wurde.  Besonders beeindruckend war die Vielzahl der wertvollen Votivgaben und die kunstvoll verarbeiteten Gold-, Silber- und Edelsteinpräziosen - berührend auch die auf dem einen oder anderen Votivbild erzählten Geschichten. 
Reichlich mit Lebkuchen bestückt traten wir die Heimreise an.  Wir hatten es dann noch recht lustig im Bus.  Kaum eingestiegen ging der Starkregen wieder los und ich regte an, dass wir uns alle wünschen sollen, dass es nicht regnet, wenn wir in Wien aussteigen - so unschuldig wie ein Kind, dass darauf vertraut, dass der Weihnachtsmann den Wunsch schon erfüllen wird.  Es hat dann auch wirklich immer geklappt, auch die größten Zweifler haben am Ende lachend zugegeben, dass es tatsächlich funktioniert hat!  Selbst in Wien, wo wir drei Mal stehen geblieben sind, hat es zwischendurch stark geregnet, nur beim Ausstieg nie – smile! Ein Zweifler von hinten hat nach vorne gerufen, dass ich wahrscheinlich eine gute Wetter App habe, worauf mich meine Nachbarin sofort verteidigt hat, dass mein Handy gar nicht in Verwendung war und sie gelernt hat, dass man im Leben einfach positiver denken sollte....