Reisetermin: 05. Juli 2026
Dem Wind entgegen – mitten hinein ins Abenteuer Waldviertel & Česká Kanada
Manchmal sind es nicht die höchsten Berge oder die spektakulärsten Anstiege, die eine Radreise unvergesslich machen. Manchmal reicht ein endloser Wald, ein schmaler Pfad zwischen mächtigen Fichten und das Gefühl, Kilometer für Kilometer tiefer in eine Landschaft einzutauchen.
Genau das erlebten unsere 30 TeilnehmerInnen bei der Radreise durch den nördlichsten Teil des Waldviertel.
Schon nach den ersten Kilometern wurde klar: Hier regiert die Natur. Der Wald zeigte sich weitläufig, still und beinahe meditativ. Die Wege schlängelten sich durch dichte Baumbestände, vorbei an Granitformationen, Lichtungen und den zahllosen Teichen, die diese Region prägen. Auf manchen Waldpassagen forderten Wurzeln Konzentration und Fahrtechnik – gerade genug, um den sportlichen Charakter der Tour zu unterstreichen.
Wäre da nur nicht dieser Wind gewesen. Er schien beschlossen zu haben, uns die meiste Zeit frontal zu begrüßen. Egal aus welcher Richtung wir kamen – gefühlt hatte er stets dieselbe Idee. Doch genau solche kleinen Herausforderungen schaffen die schönsten Erinnerungen. Gemeinsam wurde gelacht, gekämpft und immer wieder festgestellt: Gegenwind formt nicht nur die Waden, sondern auch den Teamgeist.
Zwischen Himmel und Moor
Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählte die beeindruckende Himmelsleiter bei Schrems. Der Blick über die Moorlandschaft eröffnet eine völlig andere Perspektive auf das Waldviertel. Plötzlich liegt die Landschaft weit unter einem, und man erkennt, wie viel Wasser, Wald und Weite diese Region tatsächlich prägen.
Auch das Moor bei Heidenreichstein hinterließ Eindruck. Fast geheimnisvoll wirkt diese einzigartige Naturlandschaft. Das gedämpfte Licht, die teils bizarren Formen der Vegetation und die ruhige Atmosphäre verleihen dem Ort etwas Mystisches. Man könnte beinahe glauben, dass hinter dem nächsten Moorsteg eine alte Waldsaga lebendig wird.
Ritterburg und Herrensee-Romantik
Ein weiteres Highlight wartete mit der Wasserburg Heidenreichstein. Mächtig erhebt sich die mittelalterliche Anlage aus ihrer Umgebung und erinnert daran, dass Geschichte hier nicht im Museum versteckt, sondern Teil der Landschaft ist.
Wesentlich entspannter präsentierte sich dagegen der Herrensee in Litschau. Der Rundblick über das Wasser lud zum Verweilen ein. Baden wäre theoretisch möglich gewesen. Schließlich fehlte es entlang der gesamten Tour nicht an Teichen und Seen.
Praktisch jedoch hatten die Temperaturen andere Pläne.
Die Verlockung, ins Wasser zu springen, wurde regelmäßig diskutiert – umgesetzt wurde sie kaum. Stattdessen blieb es meist bei bewundernden Blicken auf die Wasserflächen und dem Gedanken: „Im Hochsommer wären wir jetzt wahrscheinlich nicht mehr am Rad.“
Käse, Genuss und die verdiente Belohnung
Wer sich bewegt, darf genießen. Und genau dafür ist das Waldviertel bekannt.
Ein kulinarischer Höhepunkt war die Kaskuchl in der Käsemacherwelt Heidenreichstein. Hier wurde aus Käse weit mehr als nur eine Jause. Kreative Spezialitäten und regionale Qualität sorgten dafür, dass so manche verbrauchte Kalorie umgehend ersetzt wurde.
Nicht weniger genussvoll ging es bei Riedels Genusswelt in Reingers-Leopoldsdorf weiter. Hier traf Radlerhunger auf Waldviertler Gastfreundschaft. Die Gespräche wurden länger, die Stimmung lockerer und die Tourenerlebnisse des Tages nochmals ausführlich analysiert – natürlich stets mit der Frage, wer heute am tapfersten gegen den Wind gekämpft hatte.
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Gerhard Grob | 63 km | 835 hm |
| Heinz Müller | 64 km | 830 hm |
Link zur Download Galerie 26ert0705 Waldviertel
(Passwort geschützt - gültig bis 30.09.26)











