Tauernradweg 2026 –
Wenn viele Interessen auf zwei Rädern zusammenfinden
Es gibt Radreisen, bei denen alle dasselbe wollen. Und dann gibt es die Tauernradtour von Elite Tours. Dort treffen sich Landschaftsgenießer, ambitionierte Kilometerfresser, E-Biker, Naturfreunde und jene, die insgeheim davon träumen, irgendwann den Großglockner zu bezwingen und vielleicht sogar einmal als „Glocknerkönig“ gefeiert zu werden.
Genau diese bunte Mischung machte die Tour entlang des Tauernradwegs auch heuer wieder besonders. Während die einen jede Steigung als sportliche Herausforderung sahen, genossen andere die spektakuläre Kulisse aus Gletschern, Wasserfällen, grünen Almen und majestätischen Gipfeln. Und das Beste daran: Alle kamen auf ihre Kosten.
Von Anfang an herrschte jene entspannte Stimmung, die gute Radreisen auszeichnet. Kein Stress, kein Leistungsdruck – dafür viel Bewegung, noch mehr Natur und unzählige Gelegenheiten für gemütliche Einkehrschwünge. Die Salzach begleitete die Gruppe ebenso zuverlässig wie das schöne Sommerwetter, das nur gelegentlich versuchte, den Takt vorzugeben. Meist jedoch waren die Blauen schneller als die Regenwolken.
Besondere Höhepunkte gab es reichlich: das überwältigende Panorama hoch über Bad Gastein, die tosenden Krimmler Wasserfälle, die Bilderbuchlandschaften des Pinzgaus und die beeindruckende Bergwelt rund um Kaprun, Saalbach und Leogang. Immer wieder öffneten sich Ausblicke, die jeden Fotostopp rechtfertigten – auch wenn manche Teilnehmer behaupteten, sie würden lediglich ihre Trinkflasche nachfüllen.
Ein Markenzeichen der Elite-Touren ist seit Jahren die Kombination aus Aktivität und Genuss. So wurde nicht nur geradelt, sondern auch geschlemmt, gelacht und erzählt. Biergärten, Almhütten, Gasthäuser und kleine Geheimtipps entlang der Strecke sorgten dafür, dass die verbrauchten Kalorien regelmäßig ersetzt wurden. Besonders geschätzt wurden dabei die regionalen Spezialitäten und die herzliche Gastfreundschaft.
Großen Anteil am Gelingen hatten natürlich auch die Guides und die perfekte Organisation. Dank Busbegleitung, guter Hotels und flexibler Tourenplanung konnte jeder sein persönliches Urlaubstempo finden. So wurden unterschiedlichste Interessen sprichwörtlich „unter einen Hut“ gebracht – oder besser gesagt: unter den Fahrradhelm.
Am Ende standen nicht nur viele gefahrene Kilometer auf den Radcomputern, sondern vor allem zahlreiche gemeinsame Erlebnisse. Die Teilnehmer kehrten mit müden Beinen, vielen Erinnerungen und einem Lächeln nach Wien zurück. Ein sicheres Zeichen dafür, dass diese Tauernradtour weit mehr war als eine Radreise: Sie war ein sportliches Sommerabenteuer mit allem, was dazugehört.
Detailbericht: Sturm auf den Glockner
„Wer morgen um 06:00 zum Frühstück erscheint, fährt mit Karl auf den Glockner“. So lautete die „Befehlsausgabe“ von Barbara am Mittwoch Abend. Karl selbst hatte etwas Muffensausen vor dieser Tour, aber genug Selbstvertrauen, um den Lead anzunehmen.
(Wetterbedingt hatten wir die Reisetage Donnerstag und Freitag getauscht, um den Glockneranstieg auf alle Fälle bei Schönwetter durchführen zu können)

Und dann war es so weit. Noch bevor das Hotel erwachte machten sich Gaby, Gerhard, Franz, Herwig, Alfred, Michael und Karl auf in den Frühstücksraum, um letzte Kräfte zu tanken und sich mental auf den Anstieg vorzubereiten. Es war ein ruhiges Frühstück. Alfred war schon mal oben, für die anderen war diese Tour Neuland. Und die alles beherrschende Frage war: „Wird der Akku reichen?“ Wenig Geplaudere, je früher wir wegkommen, umso besser.
Ein letztes Gruppenfoto bei Kilometer 0 (der Großglockner Hochalpenstraße direkt vor unserem Hotel) und dann ging es los. Über Fusch bis zur Mautstelle sind es ca. 14 km, die stetig bergan führen. Gut so! Somit waren wir bereits ordentlich aufgewärmt, als es ernst wurde.
Der Anstieg war ein interessantes gruppendynamisches Ereignis. Im Nachhinein gab jeder zu (auch der Autor), dass zu Beginn eine gewisse innere Unruhe herrschte. Werde ich es schaffen? Wird der Akku halten? In unserem Alter betritt man ja nur mehr selten emotionales Neuland…. Aber diesmal war es soweit. Bei mir dauerte es ca. 15 Minuten, bis ich mich auf die Steigung und die Kurbelei eingestellt hatte. Was blieb, war die innere Befriedigung zu wissen, dass ich es schaffen werde und jener Rhythmus, den mein Körper ganz von selbst vorgab. Und dann war da noch genug Reserve, um die Fürsorgen der mir anvertrauten Freunde wahrnehmen zu können.
Ich war beruhigt und so arbeiteten wir uns Höhenschichtlinie um Höhenschichtlinie nach oben. Einige kleinere Pausen zwecks Energiezufuhr aber auch um das unglaubliche Panorama zu genießen. Es ist halt doch noch mal ein riesiger Qualitätsunterschied, ob man motorisiert hoch fährt oder mit eigener Kraft!
Neben der Erkenntnis den Anstieg zu schaffen, kam als nächstes Highlight das Passieren der Baumgrenze. Alles wird weit, erhaben, Nichts stellt sich unserem Blick entgegen. Und so geht es hoch, Kehre um Kehre um Kehre.
Froh sind wir, so früh gestartet zu sein. Erst im oberen Drittel beginnt der motorisierte Tourismus lästig zu werden. Aber da sind wir schon so guter Dinge, dass kein wahnwitziger Auto- oder Motorradfahrer unsere gute Laune schmälern könnte.
Und dann ist es so weit: Ziemlich genau um 10:00 erreichen wir das Fuscher Törl und genießen unseren Erfolg. Aber wir sind hungrig… nach Höhenmetern. Alte Radfahrhasen hatten uns schon im Vorfeld wissen lassen, dass der Glockner nur dann „gilt“, wenn man auch hoch zur Edelweißspitze fährt. Also packen wir auch diese ca. 150 Höhenmeter und als wir dann alle oben stehen und in die Bergwelt schauen sind wir alle überglücklich.
Nach einer gemütlichen Einkehr teilten wir uns. Gaby und Michael riskierten noch einen Abstieg Richtung Franz Josef Höhe und erhöhten so Ihre Tageshöhenmeterleistung auf fast 3.000.
Für den Rest der Rest der Gang folgt eine rauschende Abfahrt, die von einem mehr und vom anderen weniger genossen wird ….. ;-) [=Insider].
Abgerundet wird dieser wunderschöne und noch lange nachwirkende Radtag mit einem feinen Mittagessen unter schattigen Kastanienbäumen in Fusch.
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Helmut Eggenfellner | 231 km | 5956 hm |
| Barbara Kretschmer | 231 km | 5956 hm |
| Heinz Müller | 287 km | 2840 hm |
| Karl Exler (Glocknerkönige) | 301 km | 4220 hm |
Link zur Download Galerie 26ert0715 Tauernradweg
(Passwort geschützt - gültig bis 30.09.26)
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