Reisebericht – Tauernradweg Grün (26ert0715) Helmut Eggenfellner, Barbara Kretschmer
Reisetermin: 15. - 19. Juli 2026
Tag 1: Wagrain – Bruck an der Glocknerstraße (56 km | 1.249 Höhenmeter)
Der Elite-Bus startete pünktlich von der Garage und erreichte nach einer Pause in Kammern um 12 Uhr Wagrain. Dort schwangen sich 20 motivierte Radlerinnen und Radler auf ihre Bikes, um die ersten Höhenmeter der Woche in Angriff zu nehmen.
Über das Kleinarltal führte die Strecke hinauf zum Grafenberg und unterhalb des Sonntagskogels entlang einer beeindruckenden Panoramastrecke. Aufgrund einer Seilbahnbaustelle mussten einige zusätzliche Höhenmeter bewältigt werden, die jedoch mit Elan und guter Laune gemeistert wurden. Die wohlverdiente Rast auf der Sternalm kam daher gerade recht.
Gut gestärkt ging es anschließend talwärts und weiter auf dem Tauernradweg. Dieser forderte uns nochmals mit einigen giftigen Anstiegen. Nach rund 30 Kilometern entlang der Salzach erreichten wir um 18:30 Uhr – gerade noch vor dem einsetzenden Regen – unser Hotel Lukashansl in Bruck an der Glocknerstraße.
Tag 2: Gasteinertal – Gadauner Hochalm ( 44 km | 1.157 Höhenmeter)
Heute zeigte sich einmal mehr die Flexibilität der Elite-Radler. Aufgrund der wechselhaften Wetterprognose wurden die geplanten Tourentage kurzerhand getauscht, wodurch sich vier unterschiedliche Gruppen bildeten.
Unsere Gruppe war auf zehn Teilnehmer geschrumpft, während andere die Herausforderung der Großglockner-Hochalpenstraße annahmen oder sich auf den Biketrails austobten. Gemeinsam mit der Gruppe von Heinz wurden wir vom Elite-Bus nach Bad Gastein gebracht. Vor dem Start blieb noch Zeit für einen kurzen Stopp beim imposanten Wasserfall, der das Bild der mondänen Kurstadt prägt.
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlich heißen Temperaturen führte unsere Route zunächst unter der Angertalbrücke hindurch ins idyllische Angertal, das sich von seiner besonders ruhigen und beschaulichen Seite zeigte. Doch schon bald war Schluss mit gemütlichem Einrollen – der Berg forderte seinen Tribut. In stetigem Anstieg ging es hinauf zur Gadauner Hochalm und weiter zur Feldinghütte auf 1.841 Metern Seehöhe.
Oben angekommen wurden wir für unsere Mühen reich belohnt. Zur Mittagszeit stärkten wir uns mit herrlichen Brettljausen und hausgemachten Kuchen und genossen dabei vor allem die beeindruckende Bergkulisse sowie die herrliche Aussicht auf die umliegenden Gipfel.
Nach der ausgiebigen Rast folgte die wohlverdiente Abfahrt. In flotter Fahrt ging es hinunter nach Bad Hofgastein, wo wir uns bei Kaffee und Kuchen ein weiteres Mal für die geleisteten Höhenmeter belohnten. An der Talstation in Dorfgastein wartete bereits der Elite-Bus auf uns und brachte uns bequem zurück zum Hotel Lukashansl, wo wir einen rundum gelungenen Radtag gemütlich ausklingen ließen.

Tag 3: Maiskogel (38 km | 1.112 Höhenmeter)
Heute war ein Genusstag angesagt. Mit insgesamt 19 Teilnehmern starteten wir direkt beim Hotel und fuhren über den Tauern-Radweg nach Kaprun. Von dort begann der Anstieg zur Glocknerblick-Hütte auf 1.655 Metern über die Maiskogelalm.
Stetig führte die Forststraße bergauf, die streckenweise leider auch von Lkw genutzt wurde. Die Anstrengung wurde aber schließlich belohnt, mit einem Blick zum Kitzsteinhorn, zu den Staumauern Kaprun und den imposanten Gletscherzungen. Der Blick zum Großglockner blieb uns wegen der Wolken leider verwehrt. Dafür genossen wir ausgezeichneten Kaiserschmarren auf der Glocknerblick-Hütte. Nach der Rast teilte sich die Gruppe: Ein Teil suchte Herausforderung und Adrenalinkick und nahm den Maiskogel-Trail ins Tal, während die anderen gemütlicher über die Forststraße nach Kaprun zurückkehrten.
Nach der Wiedervereinigung führte uns Barbara entlang der Kapruner Ache und des Klammsees zur Almwirtschaft Schneckenreith, wo Kaffee und Mehlspeise auf uns warteten. Danach ging es entspannt zurück zum Hotel in Bruck.
Tag 4: Bruck – Saalbach – Saalfelden (63 km | 1.725 Höhenmeter)
Am Morgen wurden lediglich die Koffer verladen, bevor wir bei strahlendem Sonnenschein über Zell am See und entlang der Uferpromenade Richtung Saalbach aufbrachen.
Dort nutzten die „motorlosen“ Radler die Kohlmaisbahn für den ersten Anstieg. Auf der Panoramaalm trafen sich schließlich alle wieder zum gemeinsamen Mittagessen und genossen die herrliche Aussicht.
Kurz nach der Weiterfahrt verdunkelte sich der Himmel, doch das Wetter meinte es letztlich gut mit uns. Zweimal überraschten uns heftige Regenschauer, und jedes Mal fanden wir rechtzeitig eine Hütte, unter deren Dach wir Schutz suchen konnten. So blieben wir trocken und konnten unsere Tour ziemlich fordernde nach jedem Schauer fortsetzen.
Als die Sonne wieder die Oberhand gewann, zeigte sich die Panorama-Alm-Tour von ihrer schönsten Seite. Die beeindruckenden Ausblicke und die abwechslungsreiche Landschaft ließen die zwischenzeitlichen Wetterkapriolen schnell vergessen. Nach zwei Reifenpannen erreichten wir schließlich die urige Örgenbauernalm, wo wir noch einmal hervorragend bewirtet wurden.
Die anschließende Abfahrt nach Saalfelden begeisterte mit herrlichem Panorama und strahlendem Sonnenschein. Mit vielen schönen Eindrücken erreichten wir unser Hotel „Das Saal“.
Bei einem reichhaltigen Buffet und einem Glas Wein ließen wir den erlebnisreichen Tag in entspannter Atmosphäre gemütlich ausklingen.
Tag 5: Weißbach – Unken (30 km | 713 Höhenmeter)
Da der Tauernradweg aufgrund eines Felssturzes gesperrt war, erfolgte die Anreise zum Startpunkt mit dem Elite-Bus.
Bei wenig Sonne, aber nach wie vor großer Motivation, machten sich zehn Radlerinnen und Radler auf den Weg. Die Strecke führte zunächst über einige weitere Höhenmeter in den Nationalpark Weißbach, wobei wir auch die Grenze nach Deutschland streiften.
Besonders beeindruckend war die Stimmung in den Bergen: Dunkle Wolken wechselten sich mit Sonnenstrahlen ab und tauchten die Landschaft in ein einzigartiges Licht.
Über das Eiblkreuz ging es mit den dunklen Wolken im Rücken hinunter nach St. Martin. Dort holte uns schließlich der Regen ein. Doch wetterfest wie wir sind, setzten wir die Tour auch bei starkem Niederschlag fort. Entlang eines wunderschönen Radweges an der Saalach führte die Strecke über Lofer bis nach Unken. Aufgrund des Wetters waren wir nahezu allein unterwegs und kamen zügig voran.
Im Landhotel Kirchenwirt angekommen, konnten wir uns wieder trocknen und uns auf ein ausgezeichnetes Mittagessen freuen.
Pünktlich um 14 Uhr traten wir mit dem Elite-Bus die Heimreise an. Kaum zu glauben: Wien erreichten wir sogar 30 Minuten früher als geplant.
Fazit
Fünf abwechslungsreiche Tage, großartige Landschaften, sportliche Herausforderungen und viele gemeinsame Erlebnisse machten diese Reise zu einem besonderen Erlebnis. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen überwogen stets die Freude am Radfahren, der Teamgeist und die gute Stimmung.
Es waren fünf wunderbare Tage mit Freunden, geprägt von Bewegung, Naturgenuss und der gemeinsamen Leidenschaft fürs Radfahren.
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Helmut Eggenfellner | 231 km | 5956 hm |
| Barbara Kretschmer | 231 km | 5956 hm |
| Heinz Müller | 287 km | 2840 hm |
| Karl Exler (Glocknerkönige) | 301 km | 4220 hm |
Link zur Download Galerie 26mtb0715 Tauernradweg
(Passwort geschützt - gültig bis 30.09.26)
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