Reisetermin: 09. August 2026

Manche Radtouren beginnen mit Sonnenschein und Rückenwind. Unsere Wechselbogen-Radtour begann mit einem Blick aufs Thermometer und der Erkenntnis: Am Semmering herrschen gerade einmal frische 17 Grad. Also genau jene Temperatur, bei der man sich fragt, ob man die Windjacke anbehalten oder doch schon vor dem ersten Anstieg ausziehen soll.
Mit dem Elite Radbus erreichten wir Steinhaus am Semmering. Während die rote Sportgruppe mit sieben Teilnehmern bereits die Muskeln spielen ließ und sich dem Anstieg auf den Pfaffensattel stellte, durfte es die blaue Gruppe etwas gemütlicher angehen lassen und fuhr mit dem Bus bis zur Passhöhe weiter. Irgendjemand muss schließlich auch die Aussicht genießen.
Oben angekommen waren die Gruppen wieder vereint, und dann ging es los: eine herrlich schnelle Abfahrt Richtung Rettenegg. Frischer Fahrtwind, kurvige Straßen und strahlende Gesichter sorgten dafür, dass die kühlen Temperaturen rasch vergessen waren. Manch einer hätte vermutlich freiwillig noch eine zweite Runde angehängt.
Doch der Tag hatte noch eine weitere Prüfung vorgesehen. Der Feistritzsattel, der zweite Pass des Tages, wartete bereits geduldig auf uns. Mit gleichmäßigem Tritt und der einen oder anderen motivierenden Bemerkung aus der Gruppe erreichten wir auch dieses Ziel erfolgreich.
Die Belohnung folgte wenig später in Trattenbach im Gasthaus am Feistritzsattel. Und hier dürfen wir ganz klar eine Empfehlung aussprechen. Das Haus überzeugt nicht nur mit einer ausgezeichneten Küche, sondern auch mit einem Service, das seinesgleichen sucht. Ein echtes Zwei-Sterne-Haubenlokal, sowohl was die Speisen als auch die herzliche Bedienung betrifft. Unter den Sonnenschirmen im kleinen, gemütlichen Gasthaushof ließ es sich wunderbar entspannen, Kraft tanken und das Erlebte Revue passieren lassen. Fast hätte man vergessen, dass noch einige Kilometer vor uns lagen.
Nach dem Mittagessen führte unsere Route weiter über Otterthal. Dort sorgte ein technischer Defekt an einem Fahrrad kurz für erhöhte Aufmerksamkeit. Doch dank perfekter Organisation blieb die Verzögerung minimal. Das Ersatzrad stand bereits im Begleitbus bereit und wenige Minuten später war alles wieder im grünen Bereich. So sieht professioneller Radservice aus.
Ein letzter Anstieg nach Raach verlangte noch einmal etwas Einsatz, bevor wir anschließend entspannt ausrollen konnten. Über Gloggnitz führte unser Weg entlang von Schwarza und Pitten durch Neunkirchen bis nach Wiener Neustadt. Die Beine wurden schwerer, die Gespräche dafür immer lustiger.
Für einen kleinen Adrenalinschub sorgte dann noch ein unachtsamer Moment im Finale der Tour. Ein kurzes „Hopala“ ließ alle kurz den Atem anhalten. Glücklicherweise blieb es bei einem Schrecken und alles ging glimpflich aus. Wenige Minuten später konnte bereits wieder darüber gelacht werden.
Den traditionellen Schlusspunkt setzten wir schließlich im Reload24 in Wiener Neustadt. Das Lokal entwickelt sich langsam, aber sicher zu unserem Stammtreffpunkt nach erfolgreichen Touren. Bei kühlen Getränken und bester Stimmung wurden die Höhepunkte des Tages noch einmal diskutiert, kleine Heldengeschichten ausgeschmückt und die nächsten Radabenteuer geplant.
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Wilhelm Böhm | 84 km | 950 hm |
| Gruppe Rot | 96 lm | 1490 hm |
Link zur Download Galerie 26ert0809 Wechselbogen
(Passwort geschützt - gültig bis 30.10.26)











