Frühling in der Schweiz

Reisetermin: 01.05. - 08.05.2025

Blogbeitrag: Daniela Haertel


St. Moritz

Mit großen Erwartungen und ebensolcher Vorfreude begann am ersten Mai unsere Traumreise in die Schweiz - wir wurden nicht enttäuscht. Bereits die Anreise bot großartige Ausblicke. Bei herrlichem Wetter genossen wir die Fahrt, die traumhafte Landschaft insbesondere ab Bad Reichenhall und unsere Mittagspause in einem malerisch gelegenen Gasthof bei Lofer, wo Sonne, Berge und Küche im perfekten Dreiklang standen. Weiter ging es in den Kanton Graubünden vorbei an spektakulären Schweizer Panoramen ins mondäne St. Moritz. Ein gemütlicher Abendspaziergang durch den legendären Ort oder rund um den See, begleitet von der dort einzigartigen „Champagnerluft“, krönte für manche Gäste unserer Gruppe diesen Ankunftstag.

Glacier Express – auf den „begehrtesten Sitzplätzen der Schweiz“ im „langsamste Schnellzug der Welt“

Am zweiten Tag erwartete uns ein absolutes Highlight: Die Fahrt mit dem legendären Glacier Express – auf den „begehrtesten Sitzplätzen der Schweiz“ im „langsamste Schnellzug der Welt“. In acht genussvollen Stunden reisten wir im komfortablen Panoramawagen von St. Moritz nach Brig. Diese Strecke ist ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst: 91 Tunnel, 291 Brücken, tiefe Schluchten, verschneite Pässe und liebliche Orte zogen lautlos an uns vorbei. Der Oberalppass präsentierte sich unter blitzblauem Himmel im Winterkleid, während die Rheinschlucht uns mit ihrer urwüchsigen Schönheit verzauberte. In Brig angekommen, verliebten wir uns gleich in die historische Stockalperstadt mit ihrem barocken Glanz. Gekrönt wurde dieser Tag von einem Besuch der riesigen, liebevoll gestalteten Modelleisenbahn-Anlage in unserem Hotel.

Gornergratbahn - der zweithöchsten Zahnradbahn Europas  - grandioses Panorama mit 29 (!) Viertausendern - ikonisches Matterhorn

Tag drei führte uns in luftige Höhen: Vom noblen Zermatt aus ging es mit der Gornergratbahn - der zweithöchsten Zahnradbahn Europas - auf den Gipfel. Dort, auf 3.100 Metern wartete ein grandioses Panorama mit 29 (!) Viertausendern auf uns – wenn auch ein wenig scheu im Nebel versteckt. Das ikonische Matterhorn zeigte sich letztendlich zumindest einigen besonders Geduldigen von uns und bescherte kurze, aber magische Momente. Ein gemütlicher Bummel durch das sonst von der High Society bevölkerte, autofreie Zermatt mit seinen charmanten Chalets, urigen Gassen und exklusiven Boutiquen rundete diesen erlebnisreichen Tag stimmungsvoll ab. Zurück in Brig folgte noch ein besonderes Schmankerl, eine Fahrt mit dem „Kleinen Simplon Express“ durch die Stadt. Und als wäre das nicht genug, sorgten rund 300 Harleys und ihre stolzen Besitzer, die sich am Vorabend der sonntäglichen Motorrad-Messe am Simplonpass zur Präsentation ihrer „heißen Eisen“ versammelt hatten, für ein rockiges Stadtfest.

Simplonpass - Tessin - Ascona und Locarno   

Am vierten Tag ging’s über den schneebedeckten Simplonpass vorbei am dort wachenden Simplonadler in das blühende Tessin. Mediterranes Flair und lauschige Promenaden entlang bunter Häuser erwarteten uns in Ascona und Locarno ebenso wie köstlicher italienischer Kaffee und einige wunderbare Sehenswürdigkeiten. Besonders in Erinnerung blieb die Auffahrt mit dem Funicolare zur prächtigen Wallfahrtskirche Madonna del Sasso und der grandiose Blick auf die umliegende wunderschöne Landschaft und den Lago. Weiter ging es zum Luganosee.

Lugano - Morcote

Der nächste Tag gehörte Lugano, wo wir zunächst entlang des Sees und dann durch die eleganten Straßen und Parks mit ihren prächtigen Bauwerken flanierten. Den Nachmittag verbrachten wir im romantischen Morcote, der „Perle des Luganersees“. Selbst ein kurzer Regenschauer könnte uns nicht davon abhalten, die 404 Stufen zur Wallfahrtskirche Santa Maria del Sasso zu erklimmen – samt Besuch des eindrucksvollen Denkmalfriedhofs oder des Scherrer Parks. Die anschließende Bootsfahrt im feinen Nieselregen war ein stimmungsvoller Abschluss.

Comersees -  Bernina Express - steilste zahnradlose Eisenbahn der Welt

Am vorletzten Tag fuhren wir entlang des malerischen Comersees ins italienische Tirano. Mit dem Bernina Express ging es über die mit einem Höchstpunkt von 2.253 Metern über dem Meeresspiegel gelegene Bahnstrecke über die Alpen zurück ins Engadin. Diese steilste zahnradlose Eisenbahn der Welt führte uns unter anderem über einen 65 Meter hohen Landwasserviadukt, Wahrzeichen der Rhätischen Bahn und UNESCO-Welterbestätte. Von der Ausstiegsstelle Pontresina ging es zurück nach Österreich.

Rattenberg

Nach einer erholsamen Nacht in Landeck endete unsere Reise mit einem stimmungsvollen Besuch des mittelalterlichen Rattenbergs, der kleinsten Stadt Österreichs, bevor wir bei einem letzten gemeinsamen Mittagessen hoch über dem Attersee diese unvergesslichen Frühlingstage ausklingen ließen.

Eine Reise wie aus dem Bilderbuch – geprägt von spektakulären Bahnfahrten, landschaftlichen Gegensätzen, kulturellen Highlights, sehr gutem Essen, netten Gesprächen – und vor allem: einer Gruppe aus 17 wundervollen Mitreisenden, die diese Zeit zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

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