China – Land des Lächelns und der Passkontrollen
Reisetermin: 08.-25.04.25
Reisebericht: Beate Mex
Ich durfte eine Reisegruppe auf dieser 18-tägigen Chinarundreise begleiten und das beeindruckende Land in all seinen Facetten kennenlernen. Das Land des Lächelns hat seinem Namen alle Ehre gemacht und für mich noch den Beinamen Land der Passkontrollen hinzugewonnen. Für die Besuche kultureller Stätten mussten wir immer wieder unsere Pässe vorweisen. Kontrolle und Sicherheit werden in China großgeschrieben.
Über einen Zwischenstopp in Dubai landeten wir in Peking, wo uns unser Reiseleiter „Lukas“ (viele Chinesen haben auch europäische Namen) mit einem fröhlichen Lächeln begrüßte. Er begleitete uns in ein traditionelles Restaurant, wo wir an einem runden Tisch sitzend laufend neue Speisen serviert bekamen und so auch gleich kulinarisch im Land der Mitte ankamen.
Der Besuch der Verbotenen Stadt war gleich zu Beginn der Reise ein absoluter Höhepunkt, zeigt es doch auf beeindruckende Weise die wunderschöne Architektur des Landes. Etwas verwundert waren wir über die zahlreichen Geishas, die hier unterwegs waren und eigentlich eher nach Japan passen würden. Es waren allerdings nur in dieser Art gestylte Chinesinnen.
Ein weiteres Highlight an diesem Tag war Chinas Wahrzeichen schlechthin, die Chinesische Mauer, genauer der Abschnitt „Juyongguan“. Der doch recht anstrengende Aufstieg über unterschiedlich hohe und breite Steinstufen wurde danach von einem unglaublichen Ausblick belohnt. Dass die Mauer zu den sieben Weltwundern zählt, wird hier augenscheinlich.
Aufgrund eines heftigen Sturms kamen wir am nächsten Tag verspätet mit dem Schnellzug in Xian, unserer nächsten Station an, wo wir freundlich von „Melitta“ begrüßt wurden. Auch in dieser Stadt wurde es nicht langweilig: der Besuch der Großen Moschee stand genauso auf dem Plan wie die Besichtigung der Großen Wildganspagode und ein Ausflug zur berühmten Terrakotta Armee im Mausoleum Qin Shihangdis, einem der größten Grabbauten weltweit.
Beim ersten Inlandsflug nach Hangzhou (ein Ort den Marco Polo als die schönste Stadt der Welt bezeichnet haben soll) wurden unsere Koffer wieder genau inspiziert. Batterien und Feuerzeuge sollte man tunlichst nicht mitnehmen.
In Hangzhou angekommen besuchten wir eine Teeplantage, auf der der Drachenbrunnentee (der berühmteste Grüntee Chinas) angebaut wird. Interessant ist, dass man diesen Tee bis zu 3x aufgießen kann.
Eine Bootsfahrt auf dem 500 ha großen Westsee durfte nicht fehlen und war bei den immer höher kletternden Außentemperaturen sehr angenehm.
Mit dem Schnellzug ging es von Hangzhou nach Suzhou, wo wir eine Bootsfahrt auf den Seitenkanälen des Kaiserkanals unternahmen. Der anschließende Besuch einer Markthalle war äußerst eindrucksvoll und vielleicht nichts für zartbesaitete Gemüter. Neben allen bekannten und unbekannten Arten von Obst und Gemüse wurden auch lebende Frösche, Schlangen und Schildkröten verkauft. Die Orangen waren süß und saftig, die Tiere haben wir nicht probiert!
Ein besonderes Erlebnis war auch der Besuch einer Seidenspinnerei, wo wir die einzelnen Schritte der Erzeugung von Seide gezeigt bekamen.
Nach dem Besuch des Yu-Gartens hatten wir noch etwas Freizeit in der Einkaufsstraße (wo ich zwei wunderschöne Seidenpolsterbezüge erstand). Irgendwo ließ ich dann meine Nordic-Walking-Stöcke liegen. Als ich den Verlust bemerkte und zu dem Ort zurückkehrte, wo ich sie vergessen hatte, waren sie nicht mehr da. Eine Chinesin begann aber wild auf mich einzusprechen und gab mir mit Händen und Füßen zu verstehen, dass ein Straßenkehrer meine Stöcke mitgenommen hatte. Nach Vermittlung durch einen freundlichen Polizisten erhielt ich nach Vorweisen meines Passes doch tatsächlich meine Stöcke wieder. Was für eine Freude!!! Ich habe sie nicht wieder verlegt!
In Guilin probierte ich die hoteleigene Gästewaschküche aus. Auch so eine simple Sache, wie Wäschewaschen kann in einem fremden Land zum Abenteuer werden, besonders wenn alles nur mit chinesischen Schriftzeichen beschriftet ist. Irgendwie kam ich dann doch zu sauberer Wäsche, schließlich hatte ich die ganze Nacht zur Verfügung.
Bei einer malerischen Bootsfahrt entlang des Li-Flusses erlebten wir auch die Naturschönheiten des Landes, am Flussufer grasten die Wasserbüffel und die grüne Pflanzenwelt war sehr beeindruckend.
Eine unserer letzten Stationen war Macau - das „Las Vegas“ des Orients – wird von vielen Chinesen besucht. Die Spieltische und Automaten hatten nur wenige freie Plätze vorzuweisen, so schauten wir uns lieber im weltgrößten Kasino „The Venetian“ um.
In Hongkong ging es am nächsten Tag zum Victoria Harbour und zum „schwimmenden Dorf“ Aberdeen, in dem die Fischer seit Generationen auf ihren Hausbooten leben. Das war zum Abschluss nochmals ein anderer Eindruck, den wir von diesem Land bekamen.
Und mit diesem letzten Eindruck schließe ich meinen Bericht dieser an Erlebnissen so reichen Reise und hoffe, dass meine Fotos das erzählen, wo mir teilweise die Worte fehlen…




















