Rad- und Bikeparadies um den Wörthersee

Reisetermin: 08. - 11. Mai 2025

Reisebericht: Barbara, Helmut und Gerhard

Facts: 
BLAU 234 km / 2586 hm
GRÜN 227 km / 3872 hm

GRUPPE: BLAU

1.Tag Wildbad Einöd - Klagenfurt  68 km, 560 hm

Unsere Kärnten Radtour starteten wir in 2 Gruppen bei kaltem aber trockenem Wetter. Auf einem angenehmen Radweg gleich bergab radelten wir vorbei an Dürnstein nach Friesach, dem Ort der bei 9 Plätze 9 Schätze als Beitrag Kärntens im letzten Jahr teilgenommen hat. Ein steiler Anstieg führte uns hinauf auf die imposante Burganlage mit einem tollen Ausblick über die ganze Stadt. Im Sommer finden dort immer Theateraufführungen im Schlosshof statt. Wieder unten angekommen in der mittelalterlichen Stadt ging es entlang der gut erhaltenen Befestigungsanlage mit einem Wassergraben über die historische Brücke und das Stadttor hinein auf den schönen Hauptplatz. Noch ein Blick von unten auf die Burganlage zeigte uns die Größe der Befestigungsanlage und die ursprünglich romanische Pfeilerbasilika, erbaut im Mittelalter. Bei der Ausfahrt aus Friesach hatten wir beim Vorbeifahren die Gelegenheit, die Burgbaustelle, die mit Hilfsmitteln von früher in Privatinitiative nachgebaut wird, zu bestaunen.

Weiter ging es zum Längsee, den wir auf Grund einer Umleitung fast umrundeten. Auf einer Anhöhe oberhalb des Sees thront das Stift St. Georgen, das schon von weitem sichtbar war. In Reipersdorf gab es endlich ein offenes Lokal für unsere Mittagspause. Danach änderten wir ein wenig unseren Track, um einen Blick auf die Burg Hochosterwitz zu genießen. Unser nächstes Ziel war der Herzogstuhl und danach der Wallfahrtsort Maria Saal mit seiner schönen Kirche, die wir auch besuchten.
Um den Maria-Saaler-Berg herum erreichten wir vom Norden her Klagenfurt. Über den Glanradweg waren wir auch gleich in der Stadt und bei unserm Hotel Sandwirth. Ein schönes Hotel mitten im Zentrum nur 300 Meter vom Neuen Platz entfernt, wo das Wahrzeichen der Stadt der Lindwurm steht.

2.Tag Rund um den Wörthersee und auf den Pyramidenkogel  62 km, 660 hm

Vom Hotel aus fuhren wir am Lendkanal entlang hinaus zum Wörthersee. Der erste Ort, den wir erreichten, war Krumpendorf, weiter ging es nach Pörtschach, entlang der herrlichen Blumenpromenade, ein wunderschönes Motiv für einen Fotostopp. 
Ein Blick auf die Schlangeninsel und dann ging es schon wieder auf dem Radweg zurück durch das Zentrum, wo wir feststellten, dass die Saison am See noch nicht angefangen hat, es waren wenig Leute unterwegs. Jetzt war es nicht mehr weit nach Velden. Vorbei am Casino machten wir natürlich einen Stopp beim Schlosshotel und der schönen Promenade davor. Langsam näherten wir uns dem Höhepunkt des Tages, dem Pyramidenkogel. Immer leicht bergauf führte uns der Weg nach Schiefling, wo die eigentliche Auffahrt bis zum Aussichtsturm begann. Ein paar Kurven und Steigungen bis 15% schafften alle mehr oder weniger gut. Der Turm ist aus der Nähe ein imposantes Bauwerk aus Holz. Zu Fuß oder mit dem Lift ging es auf eine Höhe von 70 Meter. Eine fantastische Aussicht auf den gesamten Wörthersee, den Keutschacher See, den Rauschele See und die Karawanken (leider in Wolken) entschädigten uns für die doch anstrengende Tour herauf. Ein paar Mutige nutzten sogar den schnellen Abgang über die Rutsche!

Im Restaurant beim Turm gönnten wir uns eine Mittagspause und danach ging es 6 km nur bergab bis nach Keutschach. Ein schöner Radweg am Rauschele See vorbei über Viktring führte uns zurück nach Klagenfurt.
Um 17 Uhr hatten wir die Gelegenheit, mehr über die Stadt bei einem geführten Stadtrundgang zu erfahren. Die Sage vom Lindwurm und dem Wörthersee Männchen versetzte uns wieder zurück ins Mittelalter. Viele wissenswerte Informationen über die Stadt und deren Geschichte, sowie die wichtigsten Gebäude und Denkmäler wurden uns erklärt. Der Lindwurm bildete den Abschluss unseres Rundganges.
Bei einem guten und gemütlichen Abendessen endete der erlebnisreiche Tag.

3.Tag - Bodental 59 km, 860 hm
  
Der Elitebus brachte uns vom Hotel nach Feistritz im Rosental zu unserm Startpunkt. Die ersten Kilometer ging es der Drau entlang. Auf Höhe des Kraftwerks unterhalb der Hollenburg bogen wir dann Richtung Ferlach ab. Auf einem Schotterradweg entlang des Loiblbaches radelten wir ein gutes Stück bis zur Loiblpass Bundersstraße in Unterloibl. Ab nun ging es immer steiler werdend bergauf. Vorbei an der Einfahrt zur Tscheppaschlucht radelten wir die sehr kurvenreiche Straße mit viel Verkehr bis zu Abzweigung ins Bodental. Ab jetzt begann eine wunderschöne Strecke mit Blick auf die Karawanken. Nach Windisch Bleiberg und dem Gasthof Sereinig erstreckte sich das Bodental vor uns. Nach einigen Kilometern erreichten wir das Naturwunder Meerauge, dessen Entstehung auf die letzte Eiszeit zurückzuführen ist. Ein geschwungener Holzsteg führte uns zu dem türkis schimmernden Teich, der uns alle beeindruckte mit seinem glasklaren Wasser. Nun war es nicht mehr weit zu unserem Mittagspausen-Gasthaus Bodenbauer. In einer gemütlichen Stube genossen wir die köstlichen Kärntner Spezialitäten, von der Wirtin persönlich gekocht. Es gab Kärntner Nudel, Ritschart und einen perfekten Schweinsbraten sowie Selchwürstel.
Gut gestärkt ging es danach 12 Kilometer nur bergab bis an die Drau. Eine kurze Kaffeepause auf einer sonnigen Terrasse nahe der Drau gönnten wir uns auch noch. Wir überquerten die Drau beim Kraftwerk und dann stand uns noch eine kleine Herausforderung bevor. Ein Serpentinen Schotter Wanderweg führte uns hinauf nach Maria Rain. Über die Rosentalerstraße und das südliche Klagenfurt ging es hinein zu unserem Hotel. Müde, aber begeistert von den tollen Eindrücken genossen wir das gute Abendessen und ließen den Tag ausklingen.

4.Tag, Durch das Jauntal zum Hemmaberg  63 km, 700 hm

Am letzten Tag hatten alle die gleiche Strecke auf dem Programm. Nach einem kurzen Abschied beim Lindwurm folgte der Radweg immer der Bahn entlang Richtung Osten. Die ersten 20 Kilometer waren bald geschafft. Wieder an der Drau überquerten wir beim Völkermarkter Stausee den Fluss. Auf der anderen erwartete uns ein traumhafter Radweg in den Drau-Auen, der auch immer wieder Radtplätze bot, die wir für Fotostopps nutzen. Weiter ging es über den Jauntalradweg durch viele kleine Dörfer, die mit den 2sprachigen Ortstafeln auffielen. Wir befanden uns in der Region mit slowenischer Minderheit. Als letzter Höhepunkt stand der Hemmaberg auf dem Programm, einer der ältesten Wallfahrtsorte Österreichs. Mit seiner romanischen Kirche und den Ausgrabungen wirkte der Platz wie ein Kraftort auf uns. Gerade richtig, nach dem steilen Anstieg. Jetzt galt es nur noch ausrollen nach Globasnitz und weiter Richtung Bleiberg. Das Glück verhalf uns am Muttertag zu einer sehr guten Mittagseinkehr, bevor wir mit dem Bus die Heimreise nach Wien antraten.

 

 

GRUPPE: MOUNTAINBIKE

Donnerstag, 8. Mai 2025    (43 km/995 hm)
In St.Veit an der Glan starteten 10 wackere Mountainbiker im leichten Regen ihre Tour mit dem Anstieg über St.Michael am Steinfeld über die keltisch-römischen Ausgrabungen zum Magdalensberg. Leider war die Fernsicht sehr bescheiden.
Nach 1h40 war der höchste Punkt des Tages erreicht und im Gasthaus Magdalensberg konnten wir uns aufwärmen und auch stärken.
Ohne Regen ging es danach über Forstwege und Wurzel Trails und saftige Wiesen nach Maria Saal wo wir auch den blauen Gruppen begegneten.
Nach der Besichtigung des beeindruckenden gotischen Doms ging es weiter mit schönen Aussichten ins Klagenfurter Becken nach Klagenfurt zum Hotel Sandwirth.


Freitag, 9. Mai 2025 (58 km/1077 hm)
Wir starteten zu neunt gemütlich den Wörthersee entlang bei wechselhafter Bewölkung und Sonne bis Pörtschach und ab da ging es über Forst- und Wanderwege hinauf zum idyllischen Forstsee. Weiter ging es neben dem Wölfnitzbach und über eine kurze schiebe Passage nach St.Martin am Techelsberg. 
Da wir uns Stärkung verdient hatten, kehrten wir in das Bistro Siamo in Techselberg ein.
Nachdem wir wieder bei Kräften waren, nahmen wir die beschilderte Techselberstrecke mit Bannwald und Pirkerkogel in Angriff. 
Immer wieder machten wir Pausen, um das Panorama zu genießen.
Über Wurzel-Trails, Forst- und Wanderwege erreichten wir Krumpendorf.
Da um 17 Uhr eine Stadtführung in Klagenfurt geplant war, mussten wir zu unserem Bedauern den Bikepark am Falkenberg auslassen und wir fuhren direkt in das Hotel nach Klagenfurt. Doch es lohnte sich. Die Stadtführung war äußerst interessant und kurzweilig und machte Lust, Klagenfurt genauer anzusehen.

Samstag, 10. Mai 2025 (63 km/1100 hm)
Am 4. Tag übernahm Barbara die „Grüne Gruppe“. Unser Ziel war das Koschutahaus auf der „Mrzli-Log-Alm“ in den Karawanken.
Nachdem uns der Bus in die Nähe des Drauadweges brachte, folgten wir diesem von Freistritz im Rosental aus bis Ferlach, ideal zum Einradeln - die Drau auf der einen Seite, idyllische Wälder zu unserer anderen Seite. Nachdem wir Ferlach verlassen hatten, begann unser Anstieg entlang dem Waidischbacch nach Zell-Pfarre. Wenig Verkehr und das plätschernde Wasser machten die schluchtartige Straße zu einem Erlebnis. Bei der Abzweigung zur Mautstraße genossen wir den Anblick der saftig grünen Wiesen mit den Gipfeln der Karawanken im Hintergrund. Und dann ging es richtig los. Die immer steiler werdende Straße Forststraße forderte unsere Kräfte. Aus dem Wald heraus, konnten wir hoch oben schon die ersehnte Hütte erblicken. Was uns dann an Kulinarik erwartete, war kaum zu übertreffen. Leberknödel, groß wie Tennisbälle, die besten Kärntner Nudeln in verschiedenen Variationen und eine Cremeschnitte, die wir nur mit mehreren Gabeln verdrücken konnten. Jetzt kam auch endlich die Sonne zum Vorschein und so gut gestärkt machte die Abfahrt richtig Freude. Wieder zurück an der Drau wartete noch ein interessanter Anstieg hinauf nach Maria Rain. Den Besuch der Wallfahrtskirche ließen wir aber aus. Tendenziell bergab rollten wir auf Radwegen hinein nach Klagenfurt zu unserem Hotel im Zentrum der Stadt. 

Sonntag, 11. Mai 2025 (63 km/700 hm)
Am letzten Tag hatten alle die gleiche Strecke auf dem Programm. Nach einem kurzen Abschied beim Lindwurm folgte der Radweg immer der Bahn entlang Richtung Osten. Die ersten 20 Kilometer waren bald geschafft. Wieder an der Drau überquerten wir beim Völkermarkter Stausee den Fluss. Auf der anderen erwartete uns ein traumhafter Radweg in den Drau-Auen, der auch immer wieder Radtplätze bot, die wir für Fotostopps nutzen. Weiter ging es über den Jauntalradweg durch viele kleine Dörfer, die mit den 2sprachigen Ortstafeln auffielen. Wir befanden uns in der Region mit slowenischer Minderheit. Als letzter Höhepunkt stand der Hemmaberg auf dem Programm, einer der ältesten Wallfahrtsorte Österreichs. Mit seiner romanischen Kirche und den Ausgrabungen wirkte der Platz wie ein Kraftort auf uns. Gerade richtig, nach dem steilen Anstieg. Jetzt galt es nur noch ausrollen nach Globasnitz und weiter Richtung Bleiberg. Das Glück verhalf uns am Muttertag zu einer sehr guten Mittagseinkehr, bevor wir mit dem Bus die Heimreise nach Wien antraten.

Es waren tolle, abwechslungsreiche Tage mit vielen kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten. Kärnten bietet so viel!

 

Link zur Download Galerie 25ert0508 Kärnten
(Passwort geschützt - gültig bis 30.06.2025)

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