Reisetermin: 07. September 2025
Reisebericht: Gerhard & Gerhard
Die Kälte kroch in die Finger, aber die Vorfreude überwiegte. Was folgte, war eine der schönsten Tagesrouten, die man sich vorstellen kann: durch stille Wälder, über sanfte Hügel, entlang des geheimnisvoll mäandernden Kamps, vorbei an Klöstern, Weingärten und kleinen Wundern am Wegesrand. Eine Tour, die nicht nur die Beine, sondern auch die Seele bewegt.
Zwischen Panzerpfaden und Klosterbraten
Die ersten Kilometer führten uns durch den Truppenübungsplatz Allentsteig – ein Ort, der sonst nur Tarnfarben und Marschschritt kennt. Doch heute gehörte er uns: Radfahrer in bunten Trikots, die sich durch die stille, fast mystische Landschaft schlängelten. Kein Schuss, kein Lärm – nur das leise Surren der Reifen und das rhythmische Atmen der Gruppe.
Dann der Kamp – ein Fluss wie aus dem Bilderbuch. Mal wild, mal sanft, immer begleitet von sattgrünen Ufern und dem Gefühl, dass hier die Zeit langsamer läuft. Die Route war abwechslungsreich, fordernd, aber nie überfordernd. Jeder Anstieg wurde mit einem Ausblick belohnt, jede Kurve mit einem neuen Landschaftsbild.
Mittagsrast im Stift Altenburg – ein Ort, der Geschichte atmet. Im Stiftrestaurant wurde aufgetischt, und wie! Der Schweinsbraten war der heimliche Star: knusprig, saftig, würzig. Die Bedienung? Ein Gedicht – freundlich, flink und mit einem Lächeln, das man nicht kaufen kann. Einziger Wermutstropfen: die Waldviertler Knödel. Der Koch hatte wohl einen kreativen Ausreißer – weder rund noch von jener legendären Konsistenz, die man hier erwartet. Ein kulinarisches Malheur, das aber mit Humor genommen wurde.
Wenn der Guide einen Patschen hat
Dann der Zwischenfall: Guide Gerhard mit Patschen. Schlauchwechsel am Wegesrand, ein kurzer Boxenstopp mit Schraubenschlüssel und viel Geduld. Doch nach wenigen Kilometern war Schluss – der Bus holte ihn in Gars ab. Die Gruppe übernahm währenddessen Heinz, der mit flottem Tritt durchs Kamptal führte. Und wie! Die Landschaft öffnete sich, das Tal wurde weiter, die Sonne wärmer, die Stimmung gelöst.
Finale in Langenlois, wo das Weinland beginnt. Terrassen voller Weingärten, Winzerhäuser wie aus dem Bilderbuch, und Temperaturen, die den Spätsommer feiern. Die Tour endet beim Bartel in Hadersdorf – einem Bäckerrestaurant mit Charme, Mehlspeisen und Kaffee, der nach Zielgerade schmeckt.
Resümee ganz einfach:
Eine Tour, die bleibt. In den Beinen, im Kopf, im Herzen. Landschaftlich ein Traum, kulinarisch fast perfekt, und mit einer Prise Abenteuer gewürzt. Wer einmal mitradelt, kommt wieder – garantiert.
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Gerhard Jessenitschnig | 69 km | 620 hm |
| Gerhard Grob | 69 km | 620 hm |
Link zur Download Galerie 25ert0907 Kamp
(Passwort geschützt - gültig bis 30.11.2025)










