1. Tag: Bad Waltersdorf – Bairisch Kölldorf (63 km / 680 hm)
Unsere kleine, feine Gruppe erreicht nach angenehm kurzer Anreise den Startpunkt in Bad Waltersdorf. Die Räder sind schnell ausgeladen und los geht es an der Safen entlang. Kaum gestartet, empfängt uns auch schon Andre Hellers Wassergöttin. Wir radeln weiter durch die herbstliche Landschaft, genießen die bunten Farben und erreichen bald Fürstenfeld. Bei unserer Mittagspause im Zentrum treffen wir auf unsere Kulturgruppe Traude und Peter. Nach einem Besuch des Innenhofs der Pfeilburg schwingen wir uns über die Hügel zur Gölles Manufaktur. Wir machen einen interessanten Rundgang durch die Essigproduktion und kosten mit unseren kleinen Löffelchen die unterschiedlichsten Varianten. Dann bestehen wir die Herausforderung, die edlen Brände mit Nase und Zunge so zu verkosten, dass die restlichen 20 km mit ordentlichen Steigungen zu bewältigen sind. Wir fahren an der Riegersburg vorbei, erklimmen die nächsten Hügel und sind flugs in Bad Gleichenberg. Vor dem ausgezeichneten Abendessen geht sich sogar noch ein Besuch des Wellnessbereichs in unserem gemütlichen Hotel aus.
2. Tag: Runde Bad Radkersburg – St. Anna am Aigen (65 km / 520 hm)
Nach einem herrlichen Frühstück begeben wir uns auf eine perfekte herbstliche Genussrunde. Die Aufwärmübung über den Hügel nach Bad Gleichenberg ist schnell bewältigt und wir rollen schier endlos in den Süden. Ein schöner Blick mit satten, bunten Farben folgt dem nächsten, die Landschaft ist gelb, braun und rot eingefärbt und die Felder sind abgeerntet. Wir erreichen die Auen der Mur und folgen dem Fluss bis nach Bad Radkersburg. Der schöne Hauptplatz mit Kirchturm und Pestsäule lud uns zur Mittagspause ein und selbst der Wunsch nach Kastanien mit rotem Sturm wurde dort erfüllt. Am Nachmittag fuhren wir den hübschen Radweg entlang der slowenischen Grenze Richtung Norden und kamen bei mehreren alten Grenzstationen vorbei. Kaum merkbar schlängelte sich unser Weg bergauf und nach einem heftigen Schlussanstieg standen wir vor der Kirche in St. Anna am Aigen. Belohnt wurden wir für unsere Anstrengungen mit einem fantastischen Rundumblick über die Weinberge. Der folgende Besuch in der Vinothek war das i-Tüpfelchen auf einem perfekten Radtag. 3 Weinproben, entspannt auf der Terrasse sitzend, mit einem Blick in die Landschaft, das war Genuss pur. Das Zurückrollen bergab ins Hotel war dann noch die passende Draufgabe. Den Tag beschlossen wir gemeinsam in der Buschenschank nebenan bei einer deftigen Brettljause und als Nachspeise gab es noch Strauben mit Marillenmarmelade …
3. Tag: Feldbach – Gleisdorf (50 km / 660 hm)
Heute fahren wir noch eine kleine Runde durch den Kurort Bad Gleichenberg und bewältigen die ersten Höhenmeter der hügeligen Landschaft. Rasch erreichen wir Feldbach und bewundern am Hauptplatz das schöne Rathaus und die nebenstehende Kirche mit ihrem bunten, modernen Glockenturm. Wir verlassen das Stadtzentrum – so leicht kann man Radfahren ermöglichen – und stoßen bald auf die ersten Vulcano Schinken Skulpturen. Es ist also nicht mehr weit zur Schinken Manufaktur. Aber warum müssen Genusspunkte immer mit einer steilen Anfahrt bergauf erreichbar sein? Hier wird uns der Weg des Schinkens vom Stall zur Delikatesse nähergebracht. Und die Entschädigung für die Anstrengung folgte mit einem Teller feiner Proben. So gestärkt waren die restlichen Kilometer rasch gestrampelt und unser Bus erwartete uns in Gleisdorf. Ohne viel Verkehr waren wir angenehm früh zurück in Wien.
Sonniges Herbstwetter entschädigte uns bei dieser wahren Genussreise für ein paar Regentropfen in der heurigen Radsaison
| Gruppen | Kilometer | Höhenmeter |
| Gerhard Hahnenkamp | 178 km | 1880 hm |
Link zur Download Galerie 25ert1010 Vulkanland
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